Gute Ergebnisse während der Karnevalswoche verbesserten die Wintersportbilanz

Veröffentlicht am 09.03.2018

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Die guten Ergebnisse während der Karnevalsferien sorgten dafür, dass die Wintersportbilanz in Ostbelgien milde ausfiel. Laut einer Umfrage der Tourismusagentur Ostbelgien unter den 19 Partnerskibetrieben konnten die Besucherzahlen des Vorjahres diesmal nicht erreicht werden. Als Grund wurden die mangelhaften Schneeverhältnisse genannt.

In Ostbelgien waren die Schneebedingungen im Winter 2017-2018 nur selten optimal. (Foto: ostbelgien.eu/D.Ketz)

„Die Schneeperioden waren zu kurz. Es gab zwar mehrere Phasen mit winterlichen Niederschlägen, doch war die Schneequalität für den Wintersport insgesamt zu schlecht“, sagte Alexandre Fechir vom Signal de Botrange.

Mit 15-25 cm Neuschnee herrschten in diesem Jahr Mitte Februar während der Karnevalsferien die besten Wintersportbedingungen: „Unsere Karnevalsbilanz sieht sehr positiv aus. Wir hatten über 8.000 Wintersportler auf unserer Alpinskipiste, davon etwa zwei Drittel Skifahrer und ein Drittel Rodler“, bemerkte Gunther Elsen von der Alpinskipiste in Ovifat. Dort wurde in diesem Jahr erstmals eine Schneekanone eingesetzt, insgesamt kam man damit auf 14 Öffnungstage. Auch in vielen Langlaufzentren wurden über Karneval täglich bis zu 400 Skifahrer und mehr gezählt.

Keine optimalen Bedingungen

Doch leider hielt der gute Wettertrend nicht an und vielerorts konnte nur unregelmäßig geöffnet werden. Dazu gehörten vor allem die Skipisten im Hohen Venn, wo die Loipen aufgrund des Dauerfrostes lange Zeit vereist waren. „Wir mussten oft schließen, es war wegen des Glatteises einfach zu gefährlich“, bemerkte Jean-Luc Winkin vom Skizentrum in Xhoffraix. Einige Wintersport-Anbieter wie die Skihütte Mertens in Rocherath, Schönberg Aktiv (Schneeschuhwandern) und die Skipiste in Rodt blieben ganz geschlossen oder öffneten nur sporadisch.

Deutlich besser lief es hingegen in Worriken/Bütgenbach und Herzebösch/Elsenborn. Dort sprach man den Angaben zufolge von einem „identischen“ Resultat im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden in beiden Zentren zusammen auch dank der Nutzung durch Schulkinder aus Flandern insgesamt mehr als 5.000 Paar Ski verliehen. Erfolgreich verlief die Saison im Skiverleih des Hotels Schröder in Losheimergraben. „Unser Zentrum war das einzige, das fast durchgehend auch während der Woche geöffnet hatte“, erklärte die Inhaberin Maria Fickers im Rahmen der Umfrage. Der privat geführte Skiverleih hatte immerhin an 30 Tagen geöffnet.

Andere Skizentren in der belgischen Eifel wie das Eifelskizentrum Rocherath, „An der Lierbach“ in Manderfeld und der Skiclub Weywertz zählten nur zwischen 10-14 Öffnungstage. Und auch im Eupener Haus Ternell hatte man mit sieben Öffnungstagen weniger als erhofft, wie der Verwalter Christian Lesuisse mitteilte. 

Ergebnis Schneelagebericht

Für viele Wintersportler ist der Schneelagebericht der Tourismusagentur Ostbelgien eine wichtige Informationsquelle. Er wurde in diesem Jahr an 37 Tagen per E-Mail an die 3.858 Abonnenten verschickt und nur dann, wenn mindestens ein Skizentrum geöffnet ist. Die besten Resultate wurden in der Saison 2005-2006 (53 Skitage) sowie 2012-2013 (45 Skitage) erreicht. Im vergangenen Jahr waren es nur 27 Tage, dafür aber mit besseren Schneeverhältnissen.

Die unterschiedlichen Witterungsbedingungen lassen sich auch an den Ergebnissen der Wintersportwebseite auf www.winter-ostbelgien.be ablesen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine Rekordaufrufe, dafür zog sich die Suche nach Angeboten im Bereich Wintersport länger hin. Laut Google Analytics fiel der Spitzenwert für den Winter auf Karnevalssonntag mit 4.935 Nutzern (27.498 Seitenaufrufe).

Wichtige Informationsquelle

Insgesamt ist das Interesse am Wintersportangebot im Internet ungebrochen hoch. Dafür interessieren sich vor allem Internet-User aus dem wallonischen und flämischen Landesteil, die über die Medien auf die Wetterlage in den Skigebieten Ostbelgiens aufmerksam gemacht werden und für die der Schneelagebericht eine der wichtigsten Informationsquellen darstellt. Die Zahlen belegen, dass 69 % der Besucher aus Belgien stammen, 17,4 % aus Deutschland und 7,2 % aus den Niederlanden.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen zum Skimaterial: In den 19 Skizentren in Ostbelgien stehen etwa 8.200 Paar Langlaufski auf Mietbasis zur Verfügung. Auf der Alpinskipiste von  Ovifat werden 300 Paar Alpinski angeboten. Dazu kommt eine kleinere Anzahl Rodelschlitten und Schneeschuhen in Schönberg, Manderfeld und Mont-Spinette. Auf der einzigen Motorski-Piste „Houyres“ in Baugnez sind insgesamt sieben Maschinen im Einsatz.


Weitere Infos unter: www.winter-ostbelgien.be

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Autor
jw

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