Ostbelgien lässt sich auf unterschiedliche Weise erkunden. Neben Wander- und Radangeboten bieten die touristischen Routen eine weitere Möglichkeit, die Landschaft und Sehenswürdigkeiten zu erleben. Die Routen eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf bekannte und weniger bekannte Orte und bieten sich sowohl Touristen als auch der hiesigen Bevölkerung zum (Neu-)entdecken an.
Im Rahmen des Leader-Projekts „Touristische Routen“ der LAG „100 Dörfer – 1 Zukunft“ hat die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) zwei dieser Strecken überarbeitet: die Ourtal-Route sowie die Venn- und Seen-Route. Hierbei wurde die Streckenführung leicht angepasst und die Beschilderung komplett mit rund 230 Schildern erneuert. Jede Route folgt einem roten Faden. Mal wurde dieser Faden für Naturfreunde, mal für Wasserfreunde, mal für Fans mittelalterlicher Burgenromantik gespannt. Außerdem führt der Weg an vielen Kirchen und Kapellen mit spannender Baugeschichte und kostbarer Ausstattung vorbei.
Ein aufgewerteter Begleitkatalog: Ostbelgien Routen
Parallel zur Überarbeitung der touristischen Routen wurde der entsprechende Begleitkatalog ebenfalls grundlegend aktualisiert und mit neuen Ausflugszielen angereichert. Mit rund 120 Seiten bündelt der Katalog Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Orten und Landschaften. Er erscheint in den drei Landessprachen und wird sowohl digital als auch in Papierform verfügbar sein. Die dazugehörige Straßenkarte mit den genauen Streckenverläufen und der Lage der Sehenswürdigkeiten enthält darüber hinaus eine gekürzte Variante der beiden Routen für Radfahrer.
Zu den Neuerungen des Katalogs zählen u.a. Tipps für Aktivpausen. Diese ermöglichen den Gästen sich während der Rundfahrten die Beine zu vertreten und gleichzeitig auf den zahlreichen Lehrpfaden und historischen Rundgängen der Region Wissenswertes über Land und Leute zu erfahren. Eine weitere Neuerung ist die Kennzeichnung der touristischen Einrichtungen, die offiziell als barrierefrei eingestuft worden sind. Auf der Webseite der Organisation (access-i.be) steht für alle überprüften Einrichtungen eine Liste der Stärken und Schwächen nach Art der Beeinträchtigung zur Verfügung. Eine ständig aktualisierte Übersicht der in Ostbelgien überprüften touristischen Angebote ist ebenfalls auf der Webseite ostbelgien.eu zu finden.
Der Begleitkatalog beschreibt dabei neben den bereits genannten Routen ebenfalls eine dritte Route, die teils durch den Norden Ostbelgiens führt: die Burgenroute.
Eine Entdeckungsreise im Tal der Our
Die Ourtal-Route führt auf einer Länge von rund 100 km zunächst durch das Herz der ostbelgischen Eifel und anschließend entlang der Our bis tief in den Süden der Region. Die Strecke erstreckt sich durch dichte Wälder, kleine Dörfer und stille Täler. Weite Ausblicke, malerische Landstriche mit kleinen Abstechern nach Deutschland und Luxemburg stehen auf dem Programm. Eine ausgeschilderte Abkürzung teilt die Rundfahrt in eine Nord- und Südschleife auf.
Zwischen dem Hohen Venn und den Stauseen der Warche
Die Venn- und Seen-Route verbindet auf einer Strecke von rund 150 km das Hohe Venn mit den großen Seen der Region. Entlang der Strecke wechseln sich offene Moorlandschaften mit Wäldern ab. Unterschiedliche Landschaftsräume prägen den Charakter dieser Route. Auch diese Rundfahrt kann anhand einer ausgeschilderten Abkürzung in eine Nord- und Südschleife aufgeteilt werden.
Von Burgen, Herrenhäusern und Schlössern
Die ca. 80 km lange Burgenroute führt durch den Norden Ostbelgiens bis in die benachbarte Voeren-Region und verbindet historische Bauwerke mit abwechslungsreichen Landschaften. Entlang der Strecke reihen sich Burgen, Herrenhäuser und Schlösser aneinander, ergänzt durch eindrucksvolle Aussichten und Panoramablicke. Im Abstand von nur wenigen Kilometern eröffnen sich auf der Route immer wieder neue Perspektiven auf das historische Erbe der Region.
Weitere Informationen
Die Details zu den touristischen Routen finden Sie hier.